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Fotokredit: HBP Stmk/Simon Oberhofer

Ortszentrum Stanz

Statik: Ingenieurbüro DI Peter Rath
Beschreibung zum Objekt:

Entwurf:

Unterschiedlichste Anforderungen, die komplexe Topografie und der baufällige Altbestand erforderten eine Mischung aus Sanierung, Abbruch und Neubau. Durch die Trennung des Haupthauses und des „Sewerahauses“ am Platz wurde ein wichtiger erster Schritt getan. Die Platzsituation hat sich dadurch stark verändert. Das Ensemble bekommt durch die entstandene Fußgängerzone urbanen Charakter.

 

Wo früher ein ADEG Markt war, ist nun ein neuer Nahversorger. Auf dessen Flachdach liegen zwei Baukörper mit Satteldach. Hier finden 16 Wohnungen Platz. Der dritte neue Baukörper ist der Gemeinde zugeordnet.

 

Der Hauptplatz mit den Geschäftslokalen, das Gemeindeamt mit dem neuen Saal und sämtliche neuen Wohnungen sind über eine zentrale Erschließung mit Liftanlage barrierefrei verbunden.

Den Wohnungen sind Freibereiche in Form des gemeinsamen Innenhofes (am Dach des Nahversorgers) angeschlossen. Diese Hoftypologie ermöglicht den Ausblick der nördlich angrenzenden Wohnbebauung, die Ost-West-Orientierung der Wohnungen eine durchgesteckte Grundrisstypologie.

 

Die Neubauten wurden in Holz-Misch-Bauweise errichtet. Im Zuge der Ortskernerneuerung wurde ein neues Nahwärmekraftwerk in der Gemeinde errichtet.

 

Projekt:

Revitalisierung & Ortserneuerung

Die Stanz bietet als Seitental des Mürztales hohe Wohnqualität abseits von Autobahn und Industrie. Seit langem bestand hier die Nachfrage nach Kleinwohnungen.

Nach 4 Jahren intensiver Bürgerbeteiligung und Beiziehung von Fachleuten entstand hier ein Holzbau mit 8 Betreubaren Wohneinheiten und 8 Starterwohnungen mit 40 bis 55 m2 Wohnfläche. Im gemeinsamen Erdgeschoß befindet sich ein Nahversorger, der das gesamte Ortszentrum belebt und aufwertet. Auch das Gemeindeamt wurde auf einen zeitgerechten, kundenfreundlichen Standard gebracht, wobei der Gemeinderatssaal zum Mehrzweckraum wird. Das „Sewerahaus“ am Platz mit der neuen Bankstelle im EG und die 2 Wohnungen darüber wurden saniert.

Möglich wurde dieses zukunftsweisende Projekt durch die Initiative eines aktiven Bürgermeisters samt Gemeinderat, dem idealistischen Einsatz von Soziologen und Architekturbüro, sowie der aktiven Unterstützung der steiermärkischen Landesregierung. Der Startschuss zum Projekt erfolgte 2016 mit der „Agenda 21“ –„Stanz gemeinsam gestalten“. Mit 80 Aktivbürgern wurden in 3 Teilprojekten eine Vielzahl von Ideen geschmiedet und in kurz- mittel- und langfristige Vorhaben unterteilt. Nach einem Zwischenbericht 2017 wurde in einem leerstehenden Gebäude in Ortsmitte die „Dorfwerkstatt“ eingerichtet – ein sozialer Treffpunkt.

Begleitet durch die Landentwicklung Steiermark und Soziologen der Agentur SCAN wurden rasch kurzfristige Projekte umgesetzt und mittelfristig kristallisierte sich der dringende Wunsch nach einer Ortskernsanierung heraus.

Aufgrund einer Analyse der Bausubstanzen durch Nussmüller Architekten wurde aus den Wünschen der Arbeitsgruppen ein umfassendes Konzept für ein multifunktionales Bauprojekt entwickelt, welches die folgenden Forderungen der Bevölkerung abdeckt:

1. Wiederherstellen eines Nahversorgers

2. Schaffung eines Hauptplatzes - einer Begegnungszone

3. Wohnen im Zentrum und Betreubares Wohnen

4. ein Kultur– und Veranstaltungsraum

5. Sanierung von Gemeinde und der umliegenden Gebäude

Dazu wurde von der Gemeinde das dominante Gebäude im Zentrum mit finanzieller Unterstützung der „Sanierungsoffensive zur Belebung von Ortskernen“ erworben, entkernt, renoviert und an Dienstleister vermietet. Durch den Abbruch der unansehnlichen Zubauten entstand eine neue Passage, die an den zentralen Platz anschließt. Auf Platzniveau ist der Nahversorger als sozialer Treffpunkt positioniert. Darüber spannt sich ein begrünter Wohnhof zwischen Betreubaren und Starterwohnungen.

 

Als Ort der Begegnung und Kommunikation unterstützt das neue Zentrum die soziale Weiterentwicklung. Die architektonische Neuformulierung erzeugt das Bild des Aufbruchs in eine neue Zukunft des Ortes.

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