



Das Hockneranderl, auch bekannt als die Uhrmacherkeusche, ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie historische Gebäude mit moderner Architektur harmonisch vereint werden können. Erstmals 1713 urkundlich erwähnt, lag das charmante Blockhäuschen mitten im Ortskern von Seckau lange Zeit im "Tiefschlaf". Durch eine sorgfältige Revitalisierung und eine behutsame Erweiterung wurde es wiederbelebt und strahlt nun in neuem Glanz. Die Ergänzung durch einen Zubau in Holzriegelbauweise und eine Aufstockung in Brettsperrholzbauweise fügen sich nahtlos in die Umgebung ein und bilden zusammen mit dem revitalisierten Bestand ein harmonisches Ensemble. Trotz einer Grundstücksfläche von lediglich 379 m² wurde ein vollwertiges Einfamilienwohnhaus geschaffen, das höchsten Ansprüchen an Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit gerecht wird. Neben großzügigen Wohnflächen bietet das Objekt zwei überdachte KFZ-Abstellplätze, einen öffentlichen und einen privaten Garten mit Terrassen, sowie einem Gartenhaus und einer Dachterrasse. Dabei wurde die Flächenversiegelung auf ein Minimum reduziert, ohne den Wohnkomfort und die zulässige Bebauungsdichte einzuschränken. Der Baustoff Holz spielt bei diesem Projekt eine zentrale Rolle und zeigt seine Vielseitigkeit sowohl in den Holzbauarbeiten als auch in der Tischlerkunst. Von der flexiblen Holzriegelbauweise über die tragfähigen Brettsperrholzkonstruktionen bis hin zu maßgefertigten Möbeln und Inneneinrichtungen – Holz als ästhetischer und technischer Baustoff. Die Verbindung von traditionellem Handwerk mit modernen Technologien hat dem Hockneranderl neues Leben eingehaucht, ohne den Respekt vor seiner Geschichte zu verlieren. Das Hockneranderl ist heute ein Symbol für gelungene Baukultur, die Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet, und zeigt, wie mit durchdachter Planung und nachhaltigen Materialien ein Bauwerk geschaffen werden kann, das Generationen überdauert.